Je öfter ich KI im Alltag nutze, desto absurder erscheint mir mein Heizungskeller.

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Je öfter ich KI im Alltag nutze, desto absurder erscheint mir mein Heizungskeller.

Ich beschreibe in normalen Worten, was ich erreichen möchte. Die KI ordnet die Informationen, übernimmt die Routine und sucht selbst nach einem sinnvollen Weg. Bei der Gebäudetechnik ist es genau umgekehrt. Dort versuche ich, Heizkurve, Vorlauftemperatur, Pumpen, Warmwasser und Zeitprogramme über verschiedene Ebenen und schlecht miteinander verbundene Regelungen abzustimmen. Im Heizungskeller kommuniziere ich noch immer mit einer Steuerung, die sich anfühlt wie der Taschenrechner aus meiner Schulzeit in den Achtzigern. Dabei kennt schon ein einfaches Smartphone die Wettervorhersage, verarbeitet laufend Daten und lässt sich über einen KI-Assistenten in normaler Sprache bedienen. Warum sollte ein Gebäude nicht ebenfalls verstehen können, was ich eigentlich erreichen möchte? Ich will nicht jede einzelne Einstellung selbst suchen und bewerten müssen. Eigentlich müsste es reichen zu sagen: komfortabel, ausgewogen oder möglichst sparsam. Dabei geht es nicht nur um bequemere Bedienung. Laut Fraunhofer IBP können intelligente Heizungsregelungen im Mittel etwa 8 bis 19 Prozent Endenergie für Heizung und Warmwasser einsparen. Wenn intelligente Regelung schon bei einer klassischen Heizung solche Potenziale erschließt, wird sie bei adaptiven Systemen erst recht entscheidend. Denn Wärmeschutz, Sonneneintrag und Gebäudemasse dürfen nicht nur auf die aktuelle Temperatur reagieren. Sie müssen auch berücksichtigen, wann die Sonne kommt, wie viel Wärme das Gebäude aufnehmen kann und wann der Wärmeschutz geöffnet oder geschlossen werden sollte. Die Technik dafür wirkt längst nicht mehr futuristisch. Futuristisch wirkt eher, wie umständlich wir unsere Gebäude noch immer bedienen.
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