Rechner 2 · Fenster

Fenster-Energiebilanz pro 1 m²

Stündliche Bilanz mit realem Glasanteil, Rollladenkasten und dynamischem Schutz. Im Winter wird auf Heizbilanz, im Sommer auf minimalen Wärmeeintrag geregelt.

Beispiele: So nutzen Sie den Rechner

Standardfenster mit Aufsatzrollladen

Wählen Sie 3-fach + Aufsatzrollladen. Unter Erweitert können Sie Kastenanteil, U-Wert des Kastens, Rahmenanteil im verbleibenden Fensterteil, ΔR bei geschlossenem Rollladen und Restsolar ändern. Im Modus Auto optimiert der Rollladen im Winter die Heizbilanz und im Sommer den Wärmeeintrag.

Standardfenster gegen Plus-Energie-Fenster

Verwenden Sie für beide Varianten dieselbe Ausrichtung, denselben Standort und dieselbe Verschattung. Vergleichen Sie unter Heizperiode Sonne rein, Wärmeverlust und Bilanz sowie unter Sommerbetrieb den solaren Wärmeeintrag und die Schutzstunden.

Dasselbe Fenster nach Himmelsrichtung

Stellen Sie in mehreren Varianten dasselbe Preset ein und ändern Sie nur Ausrichtung. So sehen Sie direkt den Unterschied zwischen Nord, Ost, Süd und West bei identischer Fenstertechnik.

Dynamische Regelung prüfen

Unter System können Sie statisch, Rollladen dynamisch oder FVS dynamisch wählen. Der Regelmodus Auto nutzt für beide dynamischen Systeme dieselbe Jahreslogik; alternativ stehen Sonne, feste Uhrzeit, immer offen und immer geschlossen zur Verfügung.

Jahresverlauf

Netto-Bilanz = stündlicher Wärmestrom durch das Fenster nach Abzug des solaren Eintrags. Negative Werte bedeuten einen Netto-Wärmeeintrag in den Raum.

Heizperiode · 01.10–30.04

Sonne rein und Wärmeverlust werden auf 1 m² Gesamtöffnung bezogen. Bei Rollladen ist der Kasten Teil dieser Fläche.

Sommerbetrieb · 01.05–30.09

Auto-Sommerregelung: Schutz schließt, wenn dadurch der Netto-Wärmeeintrag sinkt; bei kühler Außenluft kann das System wieder öffnen.

Detailtag · Wärmestrom

+ W/m² = Fenster belastet den Raum; − W/m² = Fenster liefert netto Wärme an den Raum.

Detailtag · Solar / Transmission

Für die FVS-Variante werden geschlossene Stunden im Solarertrag automatisch mit g geschlossen gerechnet.

Methodik / Dokumentation

Was wird gerechnet?

Für jede Stunde des Wetterjahres werden Außentemperatur und Einstrahlung auf die gewählte vertikale Orientierung bestimmt. Bei Fenstern mit Aufsatzrollladen wird 1 m² Gesamtöffnung in Rollladenkasten und Fensterteil zerlegt. Glasanteil gesamt = (1 − Kastenanteil) × (1 − Rahmenanteil im Fensterteil). Der Kasten erhält einen eigenen U-Wert.

Wie regeln FVS und Rollladen?

Beide dynamischen Systeme verwenden dieselbe Auto-Logik. In der Heizperiode 01.10–30.04 wird stündlich der Zustand mit der günstigeren Heizbilanz gewählt. Im Sommer 01.05–30.09 wird der Zustand gewählt, der den Netto-Wärmeeintrag in den Raum minimiert. Alternativ stehen Sonne, feste Uhrzeit, immer offen und immer geschlossen zur Verfügung.

Rollladenmodell

Der Aufsatzkasten ist eine eigene opake Teilfläche. Der geschlossene Rollladen verbessert den U-Wert des Fensterteils über einen zusätzlichen Wärmewiderstand ΔR und reduziert den solaren Durchgang über einen Restsolarfaktor. Alle Werte sind im Erweitert-Bereich editierbar. Das Preset „3-fach + Aufsatzrollladen“ startet mit 15 % Kastenanteil, 36 % Rahmenanteil im verbleibenden Fensterteil, Usb 0,75 W/m²K, ΔR 0,15 m²K/W und 10 % Restsolar.

Voreinstellungen und Grenzen

Uw beim Rollladen-Preset bezieht sich auf den Fensterteil unterhalb des Kastens; der Kasten wird separat bilanziert. Beim FVS bleibt Uw wie bisher auf die Gesamtfensterfläche bezogen. Das Modell ist stündlich und quasistationär: keine detaillierte Wärmebrücke, Luftleckage, dynamische Raumtemperatur oder Fensterspeichermasse. Die Sommerregelung ist ein Fenster-Hitzeschutzmodell, keine vollständige Raumkomfortsimulation.